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NPD in Cottbus am 28.07.2007 – ein fader Beigeschmack bleibt
Trotz Dauerregens war die Stimmung gut und ohne Probleme konnte man durch die Cottbusser Innenstadt marschieren. Die Polizei stoppte den Demonstrationszug mehrmals, da angeblich zu viele Fahnen mitgeführt wurden. Als Redner traten Sebastian Richter, Ronny Zasowk, Andreas Storr und Michael Schäfer auf. Zur Demonstration an sich, welche nicht viel anders verlief als man es eben von einer Demonstration mittlerweile schon gewohnt ist, gibt es an sich nicht viel zu berichten. Doch vielleicht ist gerade das das Problem - die Gewohnheit des ewig Wiederkehrenden.
Von Beginn an hielten sich teils stark alkoholisierte Personen in der Versammlung auf. Die eigenen Ordner forderten diese entgegen aller Erwartungen nicht auf die Demonstration zu verlassen sondern baten sie lediglich sich etwas in der Mitte einzureihen um weniger Auffallen zu erregen. Aus dieser inkonsequenten Verhaltensweise heraus resultierte nun auch der weitere Verlauf. Immer wieder verließen die angetrunkenen Teilnehmer den Demonstrationszug, versorgten sich bei Ihren am Rande mitlaufenden Kumpanen mit Nachschub, um sich anschließend wieder in die Demonstration einzureihen. Dabei wurden neben Bier auch härtere alkoholische Getränke konsumiert. Das Resultat: immer wieder nicht zum Thema passende Sprechchöre wie „Dumm, Dümmer, Antifa“ oder „Antifa - Hurensöhne“, obwohl weit und breit kein Gegendemonstrant auszumachen war. Dies aber sind keine Äußerungen die auf eine Kundgebung des Nationalen Widerstandes gehören sollten. Der Versuch anderer Teilnehmer dagegen einzuschreiten zeigte, warum auch immer, leider keine Wirkung. Ein weiterer negativer Aspekt ist die „Hammelherde“ die sich in letzter Zeit auf Demonstrationen immer wieder beobachten lässt. Zwar wird das marschieren in geschlossenen Reihen, Zügen und Blöcken regelmäßig durch die zuständigen Ordnungsbehörden verboten, was aber niemanden an einem halbwegs geordneten Auftreten - 3 Mann nebeneinander und viele hintereinander - hindern sollte. Stattdessen bot sich auch in Cottbus ein unmögliches Bild. Auch hier sahen die Ordner, ja nicht einmal der Versammlungsleiter selbst Handlungsbedarf. Immerhin hinter dem Lautsprecherwagen versuchten einige auswärtige (!) Kameraden mit Hilfe von Seitentransparenten für etwas Ordnung zu sorgen, was wenigstens teilweise Wirkung zeigte.
Obwohl die Demonstration eine Parteiveranstaltung war, sind die Ursachen dieser Probleme beim Nationalen Widerstand in seiner Gesamtheit zu suchen. Wer „auffällige“ Personen in seiner Region von vornherein als asozial abstempelt und sich selbst überlässt ohne den Versuch zu unternehmen diese, auf welche Art auch immer, in die Gemeinschaft zu integrieren, verwirkt damit das Recht von „VOLKSfront“ oder “VolksGEMEINSCHAFT“ zu sprechen und darf sich über die Folgen des eigenen Handelns nicht wundern. Solange die eigenen Ordner unsere Aufmärsche nicht wieder in den Griff bekommen und sich jeder Einzelne in den nächsten Monaten und Jahren nicht wieder zu mehr Selbstdisziplin erzieht, nimmt der Widerstand selbst sich das Recht von „erfolgreichen“ Aktionen zu sprechen. Jedem Einzelnen muss bewusst sein, um was es uns allen zu gehen hat - nämlich die Menschen mit unserer Botschaft des Nationalen Sozialismus zu erreichen, davon zu überzeugen und letztendlich dem System für unseren Kampf abzuringen. Solange aber unsere Demonstrationen mehr und mehr zu einem Schaulaufen verkommen, behindern wir uns selbst immer wieder aufs Neue in unseren Anspruch auf Politikfähigkeit.
Das allgemeine Erscheinungsbild der Demonstration, die Hammelherde, angetrunkene Teilnehmer, das lässige Rauchen von Zigaretten und Hände in den Taschen schmälert das äußere Erscheinungsbild beträchtlich und so kann wohl nicht von einer „erfolgreichen Demonstration“ gesprochen werden, wie es die NPD hier wieder in gewohnter Weise tut. Eine etwas selbstkritischere Auseinandersetzung mit den eigenen Aktivitäten würde der NPD gewiss besser zu Gesicht stehen, als sich immer wiederholende Erfolgsmeldungen.
Undisziplinierte Freizeitmentalität negiert die politische Außenwirkung unserer Aktionen. Die Versammlung in Cottbus hat gezeigt, dass mindestens die Hälfte der Teilnehmer den Sinn einer Demonstration nicht verinnerlicht, geschweige denn verstanden hat. Und so bleibt für uns als junge Teilnehmer, die wir uns unter dem Motto „Jugend führt Jugend“ selbst schulen und erziehen und mittlerweile nun doch schon als „demoerfahren“ bezeichnen dürfen, ein fader Beigeschmack beim Rückblick auf den letzten Sonnabend.
Quelle: Freier Rundbrief Dresden 7/2007
http://87.230.8.161/Artikel.Artikel.170.html
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